Goetheanum-Eurythmie-Ensemble

Im September hat das neue Goetheanum Eurythmie-Ensemble am Goetheanum seine Arbeit aufgenommen. Bereits sechs Tage nach Probenbeginn findet die erste Aufführung im Rahmen der Jahrestagung der Medizinischen Sektion am Goetheanum statt.

Das Goetheanum Eurythmie-Ensemble ist weltweit das älteste und eines der wenigen stehenden Großensembles. Es wird von einem sechsköpfigen Leitungskollegium mit Mitgliedern aus der Schweiz, Großbritannien und Südafrika geführt. Sie bilden mit sieben weiteren Eurythmistinnen und Eurythmisten das neue Goetheanum-Eurythmie-Ensemble.

Jährlich wird ein Hauptprogramm einstudiert (erste Premiere ist am 29. Dezember 2018); weitere Programme sind auf den Tagungsbetrieb am Goetheanum ausgerichtet. Darüber hinaus werden Produktionen beispielsweise in Kindergärten, Schulen und Sozialeinrichtungen gezeigt. Zu den Aufgaben des Goetheanum-Eurythmie-Ensembles gehören schließlich die Großprojekte Mysteriendramen von Rudolf Steiner und ‹Faust› von Johann Wolfgang Goethe.

Mitglieder des neuen Eurythmie-Ensembles sind Gioia Falk, Stefan Hasler, Tanja Masukowitz, Silke Sponheuer, Maren Stott und Eduardo Torres (Leitungsteam) sowie Rafael Bäumler Tavares de Oliveira, Christine Beier, Martje Brandsma, Marianne Dill, Shengtzi Lee, Marian Schmitz und Ekaterina Zubchaninova. Für einzelne Projekte werden Eurythmistinnen und Eurythmisten aus dem Umkreis des Goetheanum einbezogen.

Für 2020 ist eine Neuinszenierung vom Goethes ‹Faust› in Regie von Andrea Pfaehler (Schauspiel) und Eduardo Torres (Eurythmie) geplant.

Aufführungen:

Robert Schumann - Christian Morgenstern
Sa 01.06.2019 | 20:00 | Grundsteinsaal

«Ich bin nicht durch Sehnsucht, durch Bedürfnis nach einem Halt, durch Schmerz über verlorenen Glauben oder dergleichen zu meiner Idee gekommen, sondern infolge langen zugleich zusammenhanglosen und doch einheitlichen, dabei meist unmethodischen Nachsinnens über meinen Zusammenhang mit den Dingen ausser mir - der mir allerdings von jeher feststand – das manchmal Stadien von grosser Intensität durchlief……» (Chr. Morgenstern)

Das Goetheanum-Eurythmie-Ensemble zeigt Elementarphantasien, Aphorismen und Humoresken von Christian Morgenstern, der in seinem Werk auf unterschiedlichste Weise der Frage nach dem Zusammenhang des Menschen mit der Welt und seinem Verhältnis zu Gott nachgeht. Dabei weist er sowohl in den Elementarphantasien, als auch in den Aphorismen und Humoresken zuweilen eine verblüffende Aktualität auf.
Diese Texte von Christian Morgenstern werden durch den ersten Satz aus der Sonate in G, Op. 22 und einer Auswahl aus den Davidsbündlertänzen von Robert Schumann ergänzt und begleitet.

Sa 14.09.2019 | 19:30 Uhr | Programm I:

Heartbeat-Herzschlag-Latir del corazón
Eine Collage mit Dichtungen in mehreren Sprachen spiegelt den dreigliedrigen Menschen auf einer Reise durch Seelenlandschaften von der Genesis bis heute. Durch diese Vielfalt von Ausdrucksformen und Stilen ziehen sich die Werke des zeitgenössischen Komponisten James MacMillan wie ein roter Faden, der die drei Ebenen des Menschen aus einer weiteren Perspektive beleuchtet. Barbara Stuten, Tamara Chubarovsky, Sarah Kane, Sprache; Hartwig Joerges und Camerata da Vinci unter der Leitung von Giovanni Barbato, Musik; Mona Doosry, Text-Collage; Goetheanum-Eurythmie-Ensemble