JUNGE BÜHNE 2018

5 Jahre Junge Bühne

5 Jahre Theater 
mit 9.000 Zuschauern in 35 Vorstellungen

Premiere: 31. August 2018, 19.30 Uhr,
10 Vorstellungen 

(Fr. 31.8., Sa. 1., und So. 2.9.; Fr. 7.,Sa. 8. und So. 9.9.; Fr. 21., Sa. 22. und So. 23.9. Deniere)
Ort: Goetheanum, Grundsteinsaal,
Rüttiweg 45, 4143 Dornach

KURSTEAM
Regie, Kursleitung und Text:  
Andrea Pfaehler
Sprache: Jutta Nöthiger
Fechten: Torsten Blanke
Tanz: Kinga Kreiter

PRODUKTIONSTEAM
Musik: Ivan Simoncini
Kostüm: Alexandra Simoncini
Bühnenbild: Torsten Blanke
Licht, Bühnentechnik: Christian Foskett 
Foto: Christoph Weisse
Maske: Caro Wahl
Fundraising: Torsten Blanke
Werbung, Organisation, Fundraising:
Eleni Prelorentzos

Verein JUNGE BÜHNE
Nelkenweg 3, 4144 Arlesheim, 
www.junge-buehne.ch

In diesem Jahr feiert der Verein Junge Bühne sein fünfjähriges Bestehen und wir wollen Sie auf die kommende Produktion vorbereiten und zur Premiere am 31. August 2018 herzlich einladen!

Vier Produktionen sind bisher entstanden mit insgesamt 35 Aufführungen. 2015 besetzten wir den ersten Platz beim Jugendprojektwettbewerb des Kantons Solothurn. Mit den bisherigen Produktionen ist es uns gelungen die Junge Bühne in der Region bekannt zu machen und ein breites und stetig wachsendes Publikum zu gewinnen.

Über 9.000 Zuschauer konnten wir bisher mit unserem Spiel begeistern. Für die Kursteilnehmer ist die gemeinsame Zeit unvergesslich und richtungweisend. Seit 2015 haben wir die Zurich Versicherung als stetigen Gast, der eine geschlossene Aufführung für Kunden und Mitarbeitende ermöglicht. Im September 2017 wurden wir von der Freien Gemeinschaftsbank aus Basel eingeladen, unsere Arbeit vorzustellen.

In den vergangenen vier Produktionen haben wir Shakespeare, Schiller, Ibsen und Molière über die Schulter geschaut. Andrea Pfaehler hat die Stücke, von den Zuschauern meist unbemerkt, für unsere Anforderungen bearbeitet. Diesmal wird sie die Autorin des gesamten Textes sein.

Ausgangspunkt des Stückes sind die umwälzenden Ereignisse unserer Zeit und ihr Einfluss auf unser Leben und unser Bild des Menschen: Die Flüchtlingsströme, der Zusammenprall der Kulturen und Religionen, die Digitalisierung des Zwischenmenschlichen. Wie die Veränderungen seit dem zweiten Weltkrieg bis heute über mehrere Generationen wirken und über die Grenzen von Kontinenten und Weltanschauungen alles mit allem zusammenhängt ist der Inhalt des Dramas.

Junge Menschen wachsen heute in komplexen, häufig unübersichtlichen Verhältnissen auf. Die Ursachen sind schwierig zu durchschauen. Unser Stück geht den Motiven für Flucht und Revolte, Selbstverleugnung und Identitätssuche auf den Grund.

Schauplätze des Stückes sind die Metropolen Berlin, New York und Kairo. Es beginnt in der Gegenwart und schildert über vier Generationen das Schicksal von Menschen, die von Vertreibung und Flucht betroffen sind. Als Christen, Juden und Muslime suchen sie dabei Halt und Kraft in sich selbst, in der Liebe oder der Hinwendung zu Gott. Alle leben in der Hoffnung, dass das Leben mit all seinen Prüfungen einen verborgenen Sinn hat und sie selbst Glieder einer Kette sind, die Vergangenheit und Zukunft, Himmel und Erde miteinander verbindet.

 

SZENEN „Wir leb’n ewig“ - Ein Stück von Andrea Pfaehler

Vorspiel: 2018 Berlin
Die junge Ägypterin Medina und der Berliner Paul treffen sich zum ersten mal. Sie haben sich auf einer Datingplattform verabredet zu heiraten, damit sie die Aufenthaltsbewilligung bekommt. Als Dank für seine selbstlose Tat schenkt Medina ihm eine kostbare Kette und erzählt deren Geschichte, die 1945 in Berlin beginnt.

1. Akt: 1945, Berlin kurz vor Kriegsende
Die junge Ella v. Mengershausen verdient ihren Lebensunterhalt als Sängerin und Begleitdame und verkehrt in den Kreisen der führenden Nationalsozialisten. Unteroffizier Rainer Giessen hat ein Auge auf sie geworfen, und will sie heiraten. In ihrer kleinen Wohnung versteckt sie seit Jahren ihren Geliebten, den Juden Levi Singer. Sie ahnen, dass der Krieg nicht mehr lange gehen wird und planen ihre Flucht, aber durch den Verrat einer Freundin fliegt das Versteck auf. Vor seinem Tod gibt Levi der schwangeren Ella seine Kette. Ein amerikanischer Soldat findet die verstörte Ella. Sie folgt ihm in seine Heimat.

2. Akt: 1963, New York 
Aus dem Tagebuch seiner verstorbenen Mutter Ella erfährt Dan Wilson, dass nicht sicher ist, ob Levi Singer wirklich sein leiblicher Vater ist. Die Ungewissheit, ob er der Sohn des ermordeten Juden, dessen Kette er trägt, oder des mordenden Nazis ist, zieht ihm den Boden unter den Füssen weg. Auf der Hochzeit seines jüdischen Freundes fasst er den Entschluss aus der heilen Welt zu fliehen und mit seiner Liebsten auf Reisen zu gehen. Nach einigen Jahren lassen sich Dan und Rachel in Kairo nieder.

3. Akt: 2015, Kairo
Tuan, der Enkel von Dan und Rachel, soll von seiner Geliebten Aava getrennt werden, damit sie Durak heiratet. Das Paar trifft sich an einem vermeintlich sicheren Ort, aber Durak stellt ihnen nach und ertappt sie dabei, wie sie mit ihren Freunden Medina und Arman einen Fluchtplan aushecken. Die Flucht gelingt trotzdem, Durak hilft sogar dabei, doch Tuan ist verletzt. Bevor er auf der Überfahrt nach Europa stirbt, gibt Tuan die Kette seines Grossvaters Aava weiter. Durak und Aava werden doch noch ein Paar und Aava schenkt die Kette ihrer Freundin Medina zum Abschied.

Nachspiel: Medina 
Geschichte hat Paul berührt. Durch das gemeinsame Durchleben der dramatischen Ereignisse sind die beiden sich näher gekommen. Sie fühlen sich verbunden mit ihren seelenverwandten Vorfahren.