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DER GROSSINQUISITOR

Do 29.01.2015 | 19.00 Uhr · Schreinereisaal
Sa 31.01.2015 | 20.00 Uhr · Schreinereisaal
So 01.02.2015 | 16:30 Uhr · Schreinereisaal

Nach Fjodor Michailowitsch Dostojewskij. Eine Produktion des Od-theaters in Kooperation mit dem 'philosophicum Basel'.

Schauspiel: H.-Dieter Jendreyko
Regie: Vadim Jendreyko
Regie-Assistenz: Boris Heilscher
Produktionsleitung: Pascal Moor

Ist unsere Freiheit nur die «Freiheit eines Bratenwenders» (um einen Ausdruck von Immanuel Kant zu verwenden)? Ist sie «ein bürgerliches Vorurteil» (Lenin)? Oder ist unsere Freiheit eine existenzielle Aufgabe, die den Menschen erst zum Menschen macht? «Die Freiheit wird ewig über die Kraft der Menschen gehen», behauptet Dostojewskijs Grossinquisitor.

‹Der Grossinquisitor› ist ein Kapitel aus ‹Die Brüder Karamasow› – dem letzten der fünf grossen Romane Dostojewskijs. Diese sogenannte Binnenerzählung kreist um die Frage, ob die Freiheit dem Menschen zumutbar ist oder ihn überfordert und unglücklich macht.

ich bin so un/frei

Aufführungen: Der Grossinquisitor
(siehe oben)

Seminar:
Freitag 30. Januar 17.00-21.30 (mit Pausen)
Wie unfrei sind wir schon?

Philosophische Auseinandersetzung mit dem «Großinquisitor»
Mit Stefan Brotbeck und Renatus Ziegler

Podium:
Samstag 31. Januar 17-18.30 Uhr
Die Antworten des Großinquisitors und unsere Fragen

Gespräch mit Stefan Brotbeck (Philosoph) und Vadim Jendreyko (Regisseur)
Moderation: Nadine Reinert (Literaturwissenschaftlerin)

«Es gab noch nie etwas Unerträglicheres für den Menschen und die menschliche Gesellschaft als die Freiheit», heißt es im Großinquisitor. Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt («aber nein doch, nicht Freiheit, sondern Unfreiheit ist für uns unerträglich!»), kann sich auf den zweiten Blick als Aussage von höchster Akualität erweisen. Ist für uns Freiheit nicht oft nur eine Last und Bürde? Wollen wir uns am Ende von der Freiheit selbst befreien?

Im Zentrum steht die Inszenierung des Grossinquisitors, gespielt von H.-Dieter Jendreyko unter der Regie von Vadim Jendreyko. Dieser Stoff aus dem Roman „Die Brüder Karamasow“ – dem letzten der fünf grossen Romane Fjodor M. Dostojewskijs – kreist um die Frage: Ist die Freiheit den Menschen zumutbar oder überfordert sie ihn und macht ihn nur unglücklich?

Ein Seminar und ein Podiumgespräch rund um die Inszenierung des Großinquisitors widmen sich den Fragen: Was macht den Großinquisitor furchteinflößend, aber zugleich attraktiv? Wieviel Großinquisitor steckt in mir? Was muss ich denken, wenn ich so denke, wie der Großinquistor über mich denkt? Was sind die «Wohltaten» des Großinquisitors? Warum ist nicht alles Gold, was glänzt?

Künstlerische Leitung: H.-Dieter Jendreyko

Das Od-theater Basel bringt in unregelmässiger Folge literarisch anspruchsvolle Stoffe in wechselnden Räumen zur Aufführung; darunter: „Das Leben ist Traum“ von Calderon in einem Gewächshaus, „Die Bakchen“ von Euripides in der Halle einer ehemaligen Stückfärberei, „Romeo und Julia“, Antigone von Sophokles, Sommernachtstraum von Shakespeare, aber auch epische Stoffe wurden für das Theater adaptiert, wie „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach in der Schlotterbeck Garage, „Der Grossinquisitor“ von Dostojewskij in einer Kneipe oder „Jugend ohne Gott“ von Horváth im Badischen Bahnhof etc. Das Od-theater wird von H.-Dieter Jendreyko geleitet und wurde 1986 von ihm mit der Inszenierung von „Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger im Badehaus St. Johann gegründet.

H.-Dieter Jendreyko hat als Schauspieler und Regisseur u.a. in Bremen, München, Zürich, Basel, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt etc. gearbeitet, bevor er 1986 in Basel das Od-theater gründetet und in freien Produktionen (mehrheitlich kantonal und von Stiftungen gefördert) literarisch anspruchsvolle Stoffe zu vielen Aufführungen brachte.

2002 erhielt H.-Dieter Jendreyko den Baselbieter Kulturpreis.
1994 gründete er mit G. Antonia Jendreyko Lyrik im Od-theater.

 

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