Amphitryon von Heinrich von Kleist
Schauspiel der Goetheanum-Bühne; Torsten Blanke, Regie
„Das ist das witzig-anmutvollste, das geistreichste, das tiefste und schönste Theaterspielwerk der Welt. Ich wusste, dass ich es liebe – gottlob! Ich weiss nun wieder warum,“ sagte Thomas Mann in einem Vortrag über den Amphitryon von Kleist.
In der Tat wurde die Übersetzung der Vorlage von Moliere unter Kleist Händen eine Neuschöpfung, der antike Mythos zur Tragikomödie des modernen Selbstbewusstseins. Er zeigt den Menschen als Grenzgänger zwischen Nacht und Tag, Unter- und Überbewusstsein, Mensch und Gott. Humor und Mystik gehen bei ihm eine kühne und einzigartige Verbindung ein. Von den einen in einem Atemzug mit „Faust“ und „Peer Gynt“ genannt, von anderen mit Unverständnis und Befremden bestaunt, bringt Amphitryon in der Inszenierung der Goetheanum-Bühne die Doppelnatur dieses wunderbar-rätselhaften Stückes auf die Bretter, die hier tatsächlich mehr als nur die Welt bedeuten





