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Blaue Stunde

Ja, es wurde spät, der Sommertag war zu Ende.

Dies ist die Stunde, da Fluss und Himmel erblassen, während ein Hauch aus silbrigen Höhen die Büsche und das Laub erschauern lässt. Wenn die Klage der Abendglocke verstummt ist, dann senkt sich übers Land die stillste Stunde – l‘heure exquise, l‘heure bleue – die Stunde der Ahnungen und Zärtlichkeiten.

Alles steht regungslos, der Flieder im Park, der Wacholderbaum; sogar der Brunnen schweigt. Der Augenblick des Intervalls zwischen Tag und Abend bannt die Natur in einen Frieden, den selbst die tiefste Mitternacht nicht kennt.

Klaus Mann

Don Camillo und Peppone

Do, 09.09.2010, 21.00 Uhr Südbühne

Angelina Gazquez
liest Geschichten von Don Camillo und Peppone
und all den anderen von Giovanni Guareschi

Italien, 1946. Ein kleines Dorf in der Bassa.
Sie sind zwei Riesen mit Armen aus Stahl.
Sie sprechen am liebsten mit den Fäusten.
Und denken mit dem Herzen.
Sie sind der Erzpriester Don Camillo und der Kommunist Peppone.

Phanta`s Schloss

Do 21.10.2010     21.00 Südbühne

Lyrik von Christian Morgenstern. Mit Claudia Kringe, Sprache; Anna Gordos, Querflöte. Wanda Chrzanowska, Regie 

HerzZeit

Do, 18.11.2010, 21.00 Uhr Südbühne

Ein szenischer Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann. Andrea Pfaehler und Jens Bodo Meier, Schauspiel;
Thomas Parr, Regie, Musik, Bühnenbild

Lange war ihre Liebe ein großes Geheimnis.  Eine Liebe im Spiegel von Briefen,  zwischen 1948 und 1967 geschrieben.  Briefe, die in ihrem tragischen Glanz so einzigartig wie verstörend sind.  In einer subtilen szenischen Lesung zeigen sich, zwischen Wasser und Feuer, die seelischen Tiefen dieses Liebesmartyriums.

Paul Celan, geboren 1920 in Czernowitz, entstammte einer deutschsprachigen jüdischen Familie, deren Mitglieder von den Nazis ermordet wurden. Er lebte zumeist in Paris, wo er 1970 den Freitod in der Seine fand. Ingeborg Bachmann, geboren 1926 in Klagenfurt, schrieb Gedichte, Hörspiele und den Roman Malina. Sie war unter anderem mit Hans Werner Henze und mit Max Frisch befreundet. 1973 starb sie in Rom bei einem Brandunfall.

Aufführungsdauer ca. 75 Minute; keine Pause
Karten zu CHF 24.-/16.- (ermässigt)

Angelina Gazquez

 

 

 

 

 

HerzZeit

Fotos: Jochen Quast