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Eleusis

ein mythisches Spiel

Regie: Werner Barfod.
Musikalische Leitung: Hildegard Schön.

Die Mysterien von Eleusis in einer Inszenierung für Eurythmie, Licht und Musik zu einer Komposition von Frank Michael Beyer.
Eurythmie-Ensemble der Goetheanum-Bühne, Eleusis-Kammerensemble.

Zur Einstudierung des musikalischen Mysterienspiels „Eleusis“

Durch die Anregung von Frank Michael Beyer, die eleusinischen Mysterien musikalisch-eurythmisch in die Gegenwart zu stellen, eine Komposition zu schaffen für zehn Instrumente in wechselnder Besetzung, dazu eine bewegt eurythmische Ausdrucksform zu finden, will gestalterisch etwas neu ergriffen werden. Es ist eine Herausforderung an alle Teilnehmenden, dieses Menschheitsthema, der um ihren geistigen Ursprung ringenden Seele, auf dem griechischen Mysterienhintergrund mit zeitgenössischer Musik in eurythmisch-dramatischer Gestaltung zum Ausdruck zu bringen.

Der Prozess, sich in die musikalische Komposition mit melodischen, motivischen, rhythmisch-taktmässigen Passagen oder komplexen Klangräumen einzuhören, ist eine Aufgabe. Ein anderes ist es, das musikalisch aus der Sphäre des Mythos geschaffene Werk situationsgemäss in neu zu findenden eurythmischen Ausdrucksmitteln umzusetzen. Immer wieder gilt es, geistesgegenwärtig die musikalisch-eurythmische Gebärde mit einem seelisch-dramatischen Ausdruck in ein Verhältnis zum Geschehen zu bringen.

Das erleben wir in der Arbeit immer wieder als eine herausfordernde Gratwanderung. Es gilt Gebärden zu finden aus dem Musikalischen und dazu seelisch-geistig-Sprachlichen, um das dramatische Geschehen miterleben zu können. In dieser Aufgabe sind die Eurythmisten doppelt gefordert, zum hörbaren Erleben, ein gleichzeitig dahinter Durchzuhörendes mitzugestalten.

Der Kontrast zwischen dem Mysteriengeheimnis der Vergangenheit und dem gegenwärtigen Ringen der Seele, soll auch in den griechisch stilisierten Gewändern und dem authentischen Ausdruck in der Gebärdengestaltung erlebt werden können.

Der Bühnenraum will mit dem Licht ein farbig wechselndes Stimmungsgeschehen mit im Bühnenraum seelisch-dramatischer Gestaltung eines gegenwärtigen farbigen Seelen-Raumes zu einem Gesamteindruck zusammenfügen
.

Werner Barfod