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Streichseptett Heiligenberg

Sa 06.03.2010   |  19.00 Grosser Saal
Improvisations-Konzert I: "Klanginnenräume"

Sabine Haussmann   Diskant
Gabriele Stiehler         Geige
Wim Viersen                Geige
Christian Ginat            Bratsche
Christian Hickel           Tenor
Bernhard Rißmann     
Cello
Uwe Martin                    Kontrabass

Streichinstrumente von Arthur Bay

Astrid Dvir                     Sopran
Christoph Hutter          Metallinstrumente

Erster Funke
Den ersten Anstoß zur Improvisation erhielt das Streichseptett bei seiner Gründung 1995 durch Julius Knierim in seinen "Sieben  Spiele für sieben Spieler". Dies wollen wir an den Anfang stellen.

Atem
Manchmal ist der Anlass zu einer Improvisation eine Komposition, so dass ein Atem sich ergibt zwischen improvisierten und komponierten Gestaltungen. Das werden wir an Gesangsminiaturen von G. Kurtag anschließen, die Astrid Dvir singen wird.   

Knochen
In den letzten Jahrzehnten sind von Musikern viele Konzepte entwickelt worden, um Musizierende (teilweise in Schulzusammenhängen) zu freiem Spiel anzuregen. Wir halten eine Beschäftigung damit für fruchtbar und werden solch ein Konzept: „Knochen“ erklingen lassen.

Begegnung
In der Begegnung mit den Metallinstrumenten von Christoph Hutter entstehen eindrückliche neue Klangmöglichkeiten. Diese Instrumente sind für die Zusammenarbeit mit dem Septett entstanden und geben Anlass zu einer "unerhörten" Premiere, zu der wir alle Musik- und Klangfreunde herzlich einladen. 

Trio Klangblüte

Sa 06.03.2010   |  20.00 Grosser Saal
Improvisations-Konzert II: Metamorphose

In welche Form will die Musik sich heutzutage gießen – nach ihrer Erfahrung der klassischen Sonatenform z.B.? Eine Möglichkeit scheint uns der Schritt ins Zeitlich-Prozeßhafte,

eine Ordnung der Zeit durch Verwandlung. Die Entdeckung der Metamorphose durch Goethe und R. Steiner schenkt uns die Grundlage den musikalischen Verwandlungsprozeß

dem kosmischen Vorbild von Werden und Daseinssinn anzunähern. Eine intensive phänomenologische Erforschung der Metamorphosestufen, von Saturn bis Venus (R.Steiner) und deren Übergänge mit Hilfe der dazugehörigen Holzarten (R.Steiner) steht hinter unserem improvisatorischen Bemühen, Metamorphose musikalisch erlebbar zu machen.

Differenziert empfundene und erübte musikalische Elemente im Kontext mit der jeweiligen Entwicklungsstufe bilden das Material zu unserem freien Spiel, so daß der Inhalt der Daseinsmetamorphose nicht „dargestellt“ wird, sondern  durch die musikalischen Elemente selbst hindurchtönen möge..

Viel Freude beim Lauschen in die schlichten Klänge, Intervalle, Melodien,
Bewegungen, Pausen, Stille... und beim Wandern mit der Seele
durch die abwechslungsreichen Farben der Werdestufen!

Unser Instrumentarium stammt, neben der Querflöte und Metallinstrumenten von M. Bleffert, zum Großteil aus eigener Werkstatt. In umfangreicher Bautätigkeit entwickeln sich die Tähtivirta-Instrumente seit 25 Jahren. Es sind Streichinstrumente aus verschiedenen Holzarten (u.a. der Planetenhölzer) und Holzkombinationen in vielfältigen Formgestaltungen. Dem Fließen des Klanges entsprechend sind die Formen plastisch bewegt wie „Fische im Wasser“. Das Klangideal entspringt einem Erleben von ätherischen Tönen. In dem äußerlich leisen Klang ist die Stille immer erlebbar und es wird die Erinnerung an das „Jenseits“ als Ursprung der Musik geweckt.  Eingehende phänomenologische Forschungen haben u.a. das Ziel, Holzart, Form und Spiel zusammenstimmen, sich „vermählen“ zu lassen. Das Tähtivirta-Instumentarium besteht aus verschiedenen Gruppierungen, die durch ihre jeweilige Gestaltung verschiedene Daseinsebenen wie „Raum“, „Zeit“, der menschliche Organismus u.v.m. spiegeln. Eine Genauigkeit des Einsatzes auch im therapeutischen  und geomantischen Bereich ist dadurch möglich.

Dank Ihnen für den Seelenraum, den Sie durch Ihr Lauschen vor allem der Stille schenken!

Gunhild v. Kries ist studierte Musikerin, die aufgrund ihrer Inspiration 1985 zur Entwicklung der Tähtivirta-Instrumente (finn., zu dtsch. „Sternenstrom“) sich den Instrumentenbau aneignete, beschenkt durch Anregungen von älteren musikalisch-anthroposophischen Forschern. Die vertiefte Stillekraft der Tähtivirta, sowie ein vielfältiger Forschungsweg in Holzarten, Formen und musikalischen Elementen öffneten ihr individuelle pädagogische und therapeutische Wirkensmöglichkeiten. Auf vielen Reisen wurden die neuen musikalischen Erlebnisse in Seminaren mit Menschen verschiedener Nationen geteilt. Ein weiteres Forschungsthema: die Zeit, beinhaltet u.a. das vertiefte Erleben und musikalische Begleiten des Jahreslaufes (Publ. G.v.Kries, Zeit heilt, Oratio 2003). In eigener Heilpraxis(„Wandelwege“, Berlin) arbeiten die Heilkräfte der Musik, ein neues Zeiterleben, spirituelle Psychologie und Meditation als „Helferteam“ mit bei den menschlichen Nöten unseres „Zeitalters im Wandel“.

Annette v. Stackelberg ist mit intensiver Orchestererfahrung und vielfältigem Mitwirken an  Aufführungen neuer Kompositionen seit 1989 Professorin für Querflöte an der Musikhochschule in Berlin (UdK), wo sie außerdem Improvisation unterrichtet. Entscheidende Erfahrungen im freien Spiel sammelte sie bei P.Ahlbom im Ensemble „Berlin 94“. Die Begegnung mit den Instrumenten und Forschungen von G.v.Kries bieten die Gelegenheit, sich mit der Flöte in neue Klangräume hineinzuüben und damit das Spektrum der üblichen Spielweisen zu erweitern, zu verlebendigen.

Christine Morf ist Eurythmistin und Heileurythmistin mit langjähriger Erfahrung. Von Anfang an bezog sie in ihre künstlerische und therapeutische Arbeit die Tähtivirta-Instrumente mit ein. Ganze Eurythmieprogramme, z.B. zu den Planetenqualitäten, wurden zusammen mit G.v.Kries ausgearbeitet. Als Musikerin wirkt sie beim Spiel der Tähtivirta seit über 20 Jahren, auch auf vielen Reisen, mit. Ein weiteres Anliegen ist ihr die heilende Arbeit an Bäumen und an der Natur und sie engagiert sich an gemeinschaftlichen Waldumwandlungsprojekten im Umland von Berlin .

Das Trio konzertiert, auch mit weiteren Mitspielern, seit 10 Jahren europaweit. Unsere Übprozesse sind oft eingebettet in eine künstlerisch-religiöse Gestaltung des Jahreslaufes, auch in erweiterter Gemeinschaft. Das musikalische Geschehen verbindet sich so mit dem erlebbaren Schwingen der Zeit und der Natur und wird davon inspiriert. Zusammen mit den oben erwähnten phänomenologischen Forschungen sind Wissenschaft, Kunst und Religion (im Sinne der Rosenkreutzer) drei ständig gepflegte Bereiche. Sie bilden die Grundsäulen in unseren musikalischen Prozessen, deren letztlicher Sinn ein Beitrag zur Heilung im Erdenprozeß sein möge.

Improvisationsgruppe "Steinlicht"

Sa 06.03.2010   |  21.00 Westtreppenhaus
Improvisations-Konzert III

Im heutigen Abend-Programm "6.3.2010"  werden Stücke aus einer Arbeit an den Tierkreisstimmungen erklingen, so wie sie am 6.März aus dem Zusammenwirken der Zuhörer und der Spieler entstehen wird.(Widder - Waage, Krebs - Steinbock) und ein ganz freies Stück aus der Stimmung des Abends.

Die Musiker:
Reinhild Brass      Gesang und Metallinstrumente
Stefan Roth            Klangsteine
Britta Stolze            Klarinette und Metallinstrumente
Martin Tobiassen  Leier
Klaus Weithauer   Flöte
Sabine Wienert     Violine
Hildburg Wüstenhagen   Streichpsalter

Die Improvisationsgruppe "Steinlicht"  besteht seit 1995, entstanden aus der musikalischen Arbeit an der Widar Schule Wattenscheid. Der Anfang war die musikalische Improvisation zu den Weihnachtsspielen. Im Laufe der Jahre hat sich die Besetzung  immer wieder verändert, aber vier von den heutigen sieben Mitgliedern sind noch aus den Anfängen dabei und haben den Stil über all die Jahre mitgeprägt.

Es war von Anfang an die Suche nach Verbindungen zwischen klassischen Instrumenten und den neuen Instrumenten (überwiegend aus der Werkstatt von Manfred Bleffert und später aus der Werkstatt von Britta Stolze). Die neuen Instrumente, die aus Metall und Holz gebaut sind, haben einen starken Materialklang und wirken durch ihren Stoff und die Bearbeitung. Durch die klassischen Melodieinstrumente, wie die Geige, die Querflöte, anfangs auch ein Kontrabaß,wird die Welt der durch viele Jahrhunderte entstandenen abendländischen Musiktradition verkörpert.

Wie nun kann eine Befruchtung von alt und jung, von  Melos und Klang, von Bekanntem und Unbekanntem gefunden werden?
Wie kann aus dieser Verbindung eine neue Musik entstehen, eine vorher nie erklungene, aus dem Moment geschaffene, die dadurch die Aufmerksamkeit des Zuhörers weckt und eine intensive Art des Zuhörens fördert? Kann die Leier als ein neues Melodieinstrument eine vermittelnde Aufgabe übernehmen? Wie kann die menschliche Stimme einen Raum in dem Gefüge einnehmen?

In den wöchentlich stattfindenden Übzeiten wurden im Laufe der Jahre sehr verschiedene Programme erarbeitet, die dann zu anfangs jährlichen Aufführungen führten. Zeitgenössische Lyrik, Texte von Rudolf Steiner (aus "Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten") und Worte aus dem neuen Testament in Verbindung mit Improvisationen waren oft die Grundlage der gemeinsamen Arbeit.

Übwege wurden gemeinsam entwickelt, viele neue Hörübungen und Spielweisen gesucht und entdeckt, verworfen und neu aufgegriffen. Über all die Jahre hat sich in der auch oft nicht immer einfachen Suche nach einer neuen Musik ein mittlerweile  unverwechselbarer Stil der Gruppe entwickelt.

 

Instrumente der
Improvisationsgruppe
"Steinlicht"