Mysteriendramen
Die Vier Mysteriendramen Rudolf Steiners - ebenso wie Faust, Teil des Repertoires der Goetheanum-Bühne - entstanden in den Jahren unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Sie markierten nicht das Ende einer Epoche. Sie skizzierten einen Aufbruch. Sie bringen den Aufbruch einiger weniger Menschen aus der Krisis des modernen, in seinen Welt-, Selbst- und Sozialverhältnissen isolierten Individuums auf die Bühne. Allerdings: Sie verlassen die Krisis nicht. Keine Sieger, weder grosse Helden noch idealistische Weltverbesserer werden gezeigt – aber Menschen, die mit allen Konsequenzen einen neuen, einen heute immer verständlicher werdenden und in seinen Windungen doch immer unbekannten Weg gehen lernen. Bekannt wird er allein dem, der ihn geht.
Die Goetheanum-Bühne strebt im Laufe der nächsten Jahre eine Neuinszenierung der Mysteriendramen an. Dazu finden zunächst Vorstudien statt. Im Besonderen geht es darum, neue Lösungsansätze für die dramatisch-eurythmische Darstellung geistiger Szenen und Wesen zu entwickeln.


